Die Komplexität, teils auch Widersprüchlichkeit der Beziehungen zu China spiegelt sich bereits in den jüngsten Bemühungen der deutschen Politik, diese neu auszurichten. In der 2023 veröffentlichten China-Strategie der Bundesregierung wird das Land im Einklang mit einem EU-weiten Ansatz als gleichzeitiger Partner, Konkurrent und Rivale charakterisiert. Zudem wird sowohl in der China-Strategie wie auch dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung in der 21. Legislaturperiode explizit gefordert, die deutsche China-Kompetenz stärker auszubauen und einzubinden.
Vor diesem Hintergrund untersucht das Leibniz-Forschungsnetzwerk hochrelevante, interdisziplinäre Schwerpunktthemen, die von Geopolitik, Handel, Innovation und Umwelt bis hin zur Entwicklungszusammenarbeit reichen. Das so erarbeitete Wissen wird über Transferformate für politische Prozesse aufbereitet.
Der horizontale Austausch unter den beteiligten Instituten stärkt diese zudem darin, sich besser auf ihre eigenen Herausforderungen im Umgang mit China einzustellen. Einerseits macht Chinas rasches Vordringen in Schlüsseltechnologien das Land als Partner für deutsche Forschungsorganisationen sehr interessant, andererseits birgt v.a. die in China enge Verschränkung von ziviler und militärischer Forschung auch Risiken. Hier arbeitet das Netzwerk eng mit der Leibniz-Geschäftsstelle zusammen, um die Forschungssicherheit zu stärken.